Die
Schöndorfer Kirche, im oberen Teil
des Dorfes gelegen, ist von Süden her besonders gut sichtbar. Ein
mächtiger, achteckiger Dachreiter krönt das Kirchengebäude, das in der
heutigen Gestalt 1716/17 neu aufgebaut wurde.
Damals waren die Schäden der Vorgängerkirche nach dem 30-jährigen Krieg
wohl nicht mehr reparabel.
Ein neuer Kirchenbau unter dem Patronat des
Tausaer Rittergutes (Wappen von Rietesel) mußte errichtet werden.
Aus
dieser Zeit stammt der schöne Barockaufbau der Kanzelwand. Lediglich
die bis heute auf dem Turm befindliche Bronzeglocke ist aus der
Vorgängerkirche erhalten.
An ihr findet man die Jahreszahl 1654. |
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Die
Vorgängerkirche reichte sicher in die Zeit der fränkischen
Dorfgründung ins 13./14. Jahrhundert zurück. Jedenfalls um 1450 wird
der katholische Pfarrer Nikolaus Flamberger erwähnt. In
vorreformatorischer Zeit gehörte die Pfarrei Schöndorf zum Pößnecker
Diakonat, das dem Erfurter Bischof unterstand.
1528 wird die Einführung der Reformation von Neustadt/ Orla aus
bezeugt. Von da an sind alle Pfarrer namentlich bekannt, auch ihre
Dienstjahre in unseren Dörfern (siehe Altarrückwand).
Leider wurde die
Schöndorfer Pfarrstelle 1997 aufgelöst. Das gut erhaltene Pfarrhaus
entstand 1626 - mitten im 30-jährigen Krieg.
Umfangreiche
Kirchenrenovierungen sind u.a. aus den Jahren 1850 und
1928 bezeugt.
Bis Mitte des 19. Jahrhunderts hatte unsere Kirche noch vor dem
Haupteingang einen relativ großen Vorbau, von dem aus die Emporen
zugängig waren. Bei der Renovierung im Jahre 1850 wurden die
Treppenaufgänge in die Kirche verlegt und die 2. Empore etwas
abgesenkt. Jeweils an den Außenseiten der Nord- und Südwand der Kirche
gab es einen eigenen Aufgang für die Patronatsstände der Rittergüter
Külmla und Tausa. Diese Aufgänge und die separaten Stände im Inneren
der Saalkirche wurden erst 1966 beseitigt.
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Ende des
19. Jahrhunderts wurde die Kirche mit den beiden wertvollen
Buntglasfenstern im Altarraum
geschmückt.
Bei der Renovierung im Jahre
1966 wurde die Kirche in sehr nüchternen weißgrauen
Farben angestrichen.
Das entsprach dem damaligen Geschmack. Sinnvoll
war die Entfernung der oberen Empore und die Neugestaltung
des Altars und des Taufsteins.
1996/97 mußte eine sehr
kostenaufwendige Sanierung des Dachtragwerkes und der Kirchendecke
vorgenommen werden.
Die anschließende umfassende
Innenrenovierung wurde mit einem neuen Farbkonzept ausgeführt.
Dazu passen auch die neuen bequemen Bänke und der
Fußbodenaufbau.
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Im Jahre
1883
bekam unsere Kirche
die
heutige Orgel von
der
Firma Eifert, Stadtilm, mit dem neugotischen Prospekt.
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Am 06.
Juli 1997 wurde unsere Kirche
durch Landesbischof Hoffmann auf den Namen des Evangelisten
Johannes wieder festlich eingeweiht.
Eine Summe von etwa 400.000,-
DM mußte für diese Renovierung aufgebracht werden, daran
waren beteiligt: die ev. luth. Landeskirche Thüringen, die
politische Gemeinde Schöndorf, die Partnergemeinde Heimsheim,
das Programm der Dorferneuerung, Lottomittel des Landes
Thüringen, ein Benefizkonzert der Volksmusik und viele Spenden
aus unseren Dörfern.
Seit fast 350 Jahren dient
schon die ältere Glocke unserer Gemeinde.
Sie trägt
folgende Inschrift und lädt die Gemeinde durch Jahrhunderte
damit ein: „Suchet zuerst Gottes Reich". |
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Text
und
Fotos
wurden
bereitgestellt
von Pfarrer i.R.
Klaus
Herden, Schöndorf und Pfr. Fabian Groh.
Ihr
Ansprechpartner im
Ort: Pfr. i.R. Klaus
Herden Schöndorf 036483 /22559
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Wenn
Sie ihrer Kirchengemeinde den Gemeindebeitrag zukommen lassen oder
einfach etwas spenden wollen können Sie das auch per Überweisung tun:
Ki-gem. Schöndorf, Konto: 20591, BLZ: 83050505, KSK Saale-Orla
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